Jaffé, Ramon

 

Der Cellist Ramon Jaffé wurde 1962 im lettischen Riga in eine Musikerfamilie geboren. 1971 emigrierte die Familie nach Israel und 1974 ein weiteres Mal nach Deutschland. Seinen ersten Unterricht erhielt Jaffé im Alter von vier Jahren von seinem Vater, dem Komponisten Don Jaffé, der ihn bis zum Diplom an der Musikhochschule Bremen unterrichtet hat. Im Anschluss folgten Studien bei David Geringas und Boris Pergamenschikow. Jaffé war Meisterschüler des Cellisten Daniel Schafran und des Geigers Sandor Végh und hatte die Ehre, Végh bei dessen letzten großen Auftritt als Geiger im Großen Mozarteum zu Salzburg 1987 als Kammermusikpartner zur Seite stehen.

Unter Anleitung dieser exzellenten Künstler bewältigte er schon früh erfolgreich eine Reihe von Wettbewerben, darunter den Deutschen Musikwettbewerb und den Casals-Wettbewerb (Budapest). Seither führen ihn unzählige Konzerte in die großen Häuser von Berlin, Amsterdam, Salzburg, Leipzig, Wien, München, London, Hamburg, Köln und an viele weitere Orte auf allen Kontinenten. Er arbeitete mit den Dirigenten Andrey Boreyko, Roberto Abbado, Marcello Viotti, Lawrence Foster, H. K. Gruber, Leif Segerstam, Stefan Blunier und Ralf Weikert und anderen zusammen und spielte u.a. mit den Orchestern des DSO und des BSO Berlin sowie den Berliner Symphonikern, der Camerata Academica Salzburg, dem Mozarteum Orchester Salzburg, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Bayrischen Rundfunkorchester, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Stuttgarter Kammerorchester und den St. Petersburger Philharmonikern.

Parallel zu seiner Solokarriere widmet er sich der Kammermusik als Mitglied des Mendelssohn Trios Berlin. Ramon Jaffé ist Gründer und künstlerischer Leiter des Kammermusikfestes Hopfgarten/Tirol, er leitet auch das Muziekfestival Middelburg/NL.

Seit 2000 unterrichtet an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.

Ein besonderes Erlebnis von Jaffés musikalischen Leben war die Begegnung und Zusammenarbeit mit dem Jazz-Musiker Bobby McFerrin. Die Welt des Flamenco eröffnete sich ihm durch den Flamenco-Gitarristen Pedro Bacan. Viele Jahre der unvergleichlichen Zusammenarbeit fanden 1997 durch den plötzlichen Tod des Freundes ein jähes Ende. Jaffés Leidenschaft für den Flamenco aber blieb - dieser fröhnt er mit seinem Flamenco-Ensemble bei vielen Festivals und grossen Konzertreihen. 

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